Saturday, September 3, 2016
Meet Carel
Meet Carel –
Stell dich vor.
Mein Name ist Carel, ich bin 27 Jahre alt und komme ursprünglich aus Kamerun.
Ich habe hier (in Deutschland) studiert und arbeite nun in einem großen Unternehmen.
Ich bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. Ich bin jedoch sicher, dass auch das mit der Zeit kommen wird.
Wie kam es dazu, dass du nach Deutschland kamst?
Ein Teil meiner Familie lebt schon länger hier und irgendwann meinten meine Eltern, dass auch ich nach Deutschland ziehen sollte, um meine schulische Bildung zu erweitern und zu verbessern.
Diesen Weg bin ich dann gegangen.
Natürlich war es risikoreich, diesen Schritt zu machen. Kamerun und Deutschland sind zwei verschiedene Welten. Jedoch lebe ich für Abenteuer, das ist und war mein Antrieb.
Außerdem habe ich großes Glück mit meinem Vater – schon früh sagte er mir „Carel, du bist grandios. Egal was du machst, schaffst du auch!“.
// Wie man in seinem früheren Blog sehen kann, ist Carels Leidenschaft die Mode. Ursprünglich war das auch sein Plan – Mode zu studieren. Als daraus nichts wurde, startete er einen Street Style Mode Blog. Indem er Leute auf der Straße fotografierte, deren Mode ihn inspirierte und dies dann online stellte, konnte er seine Liebe zur Mode trotzdem ein Stück weit ausleben.
Noch heute, nachdem sein Blog derzeit auf Eis liegt, erkennen ihn Menschen, denen er während der Zeit des Bloggens begegnet ist, auf der Straße oder in Clubs wieder.
Seiner Meinung nach sieht man wahre Mode nur auf der Straße. Da findet man echte Menschen, echte Mode, den besseren Style. Das ist seine Philosophie – die Kleidung der Person zeigt auch die Persönlichkeit des jeweiligen Menschen. „Ich finde es toll, wenn man sich nicht so kleidet, wie die Gesellschaft es gern hätte oder es vorgibt. Ich meine, man vertraut einem Banker weil er einen
Anzug trägt, aber das ist völliger Schwachsinn. Ich vertraue meinem Banker, auch wenn er morgen in einem Tank Top und einer Jeans zu unserem Termin erscheint. Denn, sagt ein Anzug aus, dass jemand zuverlässig ist? Ich denke nicht“, erzählt er weiter.
Trotz vieler Angebote von Menschen, die mit ihm zusammenarbeiten wollten, hat er stets dankend abgelehnt. Denn es ging Carel dabei nie um Geld. Das Wichtigste beim Bloggen war für ihn, innere Zufriedenheit zu spüren und diese kann man mit Geld nicht kaufen.
Selten trifft man auf einen so positiven Menschen wie Carel, der versucht, in jeder Situation das Gute zu sehen. „Das ist der Trick des Lebens. Sehe immer das Positive und die Welt liegt dir zu Füßen“. Das hat Carel, wie er sagt, aus einem vor kurzem gelesenen Buch (Das Café am Rande der Welt), das ihm die Augen geöffnet hat. „In dem Buch steht auch, dass wir unser Leben selbst kontrollieren. Es ist wie in einem Fernseher - es gibt so viele Programme und einen Schalter. Und wir selbst entscheiden, was wir sehen wollen und was nicht. Wenn wir uns für das Positive entscheiden und das dann auch verinnerlichen, wird das zu dem, was wir nach Außen strahlen“. //
Hast du ein Vorbild?
Schwer zu sagen, oder es auf nur einen Menschen zu reduzieren. Aber, Nelson Mandela ist definitiv eine sehr große Inspiration und spielt eine besondere Rolle in meinem Leben. Seine Taten, seine Philosophie – ich sehe das Leben genauso. Dass er trotz allem vergeben konnte und vergeben hat, ist unbeschreiblich. Das hat mich gelehrt, dass Vergebung alles ist. Es ist der erste Schritt zu allem. Man muss mit der Vergangenheit abschließen, ansonsten wird man dort festhängen.
Wenn man sich über Nelson Mandelas Leben informiert, wird man das Gefühl nicht los, dass alles was passiert ist, seine Bestimmung war und er dafür auf die Welt kam.
Gibt es Weisheiten, nach denen du lebst?
Ein paar habe ich ja schon genannt. Eine Weisheit, nach der ich lebe, fehlt in meiner Aufzählung allerdings noch: „if you can dream it, you can do it“.
Ich denke, dass es den Menschen überhaupt nicht bewusst oder klar ist, wie viel Macht sie und ihre Gedanken haben. Und deshalb vernachlässigen sie diese.
Ich glaube ganz fest daran, dass man das bekommt, wovon man den Tag über träumt oder woran man denkt. Uns muss bewusst werden, dass das Universum jedem das gibt, wovon er am meisten träumt. Deshalb, benutzt eure Gedanken. Das Leben ist wie ein Navigationssystem – es bringt dich immer wohin du willst.
Wir werden hier leider immer eingegrenzt, oder eingesperrt. Es heißt immer „du musst, du sollst“. Doch wer sagt das?! Wer setzt hier die Grenzen?! Wer hat gesagt, dass es bis hierher geht, aber weiter nicht?!
Deshalb, wenn ihr einen Wunsch habt, oder einen Traum - macht es einfach. Der Weg ist das Ziel und die Erfahrungen zählen. Ob es letztendlich klappt, oder nicht, spielt keine Rolle. Traut euch und versucht es einfach.
Wofür bist du im Leben am meisten dankbar?
Ich bin dankbar für das Leben, das ich führe. Dankbar dafür, dass ich das Leben führen kann, das ich möchte. Dankbar für meine Gesundheit. Ich bin dankbar für so vieles. Und ich nehme mir daher auch die Zeit, zum Beispiel vor dem Schlafen gehen, um meine Dankbarkeit auszusprechen. An wen auch immer.
Natürlich gibt es auch bei mir Dinge, über die ich mich beschweren könnte. Das will ich aber nicht. Es gibt Sachen, die nicht geklappt haben in meinem Leben. Aber es gibt gleichzeitig auch so viele Dinge, die geklappt haben. Und daran denke ich lieber.
Hast du Träume?
Da muss ich nicht lange überlegen – ich würde mir am liebsten einen Rucksack schnappen und damit durch die ganze Welt ziehen.
Was bedeutet Freiheit für dich?
Freiheit bedeutet für mich, dass man machen kann, was man will. Dass man in den Spiegel schauen und dabei denken kann „ich bin genau der Mensch, der ich sein möchte“.
Auch im Hier und Jetzt zu leben ist ein Freiheitsgefühl für mich. Wenn ich wählen müsste, Geld für später anzulegen oder damit jetzt auf Reisen zu gehen, würde ich definitiv verreisen. Denn, wer weiß was später einmal sein wird?!
Bist du glücklich?
JA. Sehr. Ich habe meinen Weg, und vor allem auch den Weg zu meinem Geist gefunden und seitdem sind mein Körper und Geist in Einklang.
Was war der glücklichste Moment in deinem Leben?
Momentan ist das schwer zu beantworten. Ein sehr, sehr positiver Moment in meinem Leben war, als letztes Jahr meine Nichte zur Welt kam. Als ich sie auf meinem Arm gehalten habe, war das ein unbeschreibliches Gefühl.
Was war der schmerzhafteste Moment deines Lebens?
Man verbindet dieses Schmerzhafte immer mit dem Tod oder einem Verlust. Ich habe bisher noch keinen mir nahestehenden Menschen verloren. Da bin ich sehr gesegnet.
Wenn jedoch so ein Moment kommen wird, werde ich meine Gefühle durch Meditation umkehren, sodass ich mich wieder wohlfühle und diesen Schmerz nicht ganz so stark fühle.
Wo würdest du leben wollen, wenn du wählen könntest?
Auf jeden Fall Japan. Ich bin ein absoluter Asien-Fan und eine Reise dorthin ist auch schon für nächstes Jahr geplant. Ich weiß zwar überhaupt nicht, was mich
dort erwartet, aber ich kann mir trotzdem vorstellen dort zu leben. Ich habe da einfach so ein Gefühl ….
//
Meet Carel –
Introduce yourself.
My name is Carel, I’m 27 years old and I am originally from Cameroon.
I studied here in Germany and am now working for a big company.
I’m not married and have no kids yet. But I am sure I’ll have that too, one day.
What’s the story behind your decision to move to Germany?
A part of my family was living here and when my parents told me I should also move to Germany, to get a better education, I just went for it.
Sure, it was a big decision and it came with risks, but I live for adventures and that is and was my motivation.
Also, I am so lucky to have my father. He always says “Carel, you’re grandiose. No matter what you do, you will succeed!”
// As you can see on Carel’s blog, his passion and big love is the fashion. Originally that was the plan – to study fashion. When it didn’t work out, he started a street style fashion blog. Carel took pictures of people on the street whose fashion inspired him and posted those pictures on his blog.
Even now, after his blog is placed on hold, he gets recognized from people in clubs or on the street.
In his opinion, you can find real fashion only on the street. There you find real people, real fashion and the better style.
This is his philosophy – the clothes a person wears, shows their personality.
“I think it’s great when you don’t dress yourself as the society would like you to dress.
I mean, you trust a banker because he’s wearing a suit, but this is such bullshit!
I trust my banker even if he’s going to come in a tank top and jeans to our next meeting. Because, does a suit tell you if or how reliable a person is? I don’t think so”, he continues.
Even though many people wanted to work or do a blog collaboration with him, he always thankfully declined. For Carel it was just never about the money. For him it’s always about feeling inner satisfaction, and you can’t buy that with money.
Rarely do you meet such a positive person like Carel. He always tries to see the Good in every situation. “That is the trick of life - always see the Positive and you’ll have the world at your feet”. That is also a quote from the book “The Why Are You Here Café”, which he recently read and opened his eyes.
“It also says we control our lives. It’s like a TV – we see what we want to see. If we choose to see the positive, it will become a part of us and we will slowly build a positive attitude.” //
Do you have a role model or someone you look up to?
Hard to say. Or to reduce it to only one person. But, Nelson Mandela is definitely a huge inspiration and plays a big role in my life. His actions, his philosophy – I see life the exact same way. The fact that he could, despite everything, forgive is just amazing. It taught me that forgiveness is everything. It’s the first step towards everything. You have to come to terms with your past, or you will forever be caught there.
If you get to read about Nelson Mandela’s life, you get the feeling he was born for everything that has happened to him. He was supposed to live through it all and it was his destiny.
Any wise words you live by?
I already named a few, but there is an important one missing: “if you can dream it, you can do it.”
I think people don’t know how much power they and their thoughts have. And that’s why they neglect those.
I truly believe that you get whatever you daydream or think of during the day. We have to become aware of the fact that the universe will give each of us what we dream of the most. So use your thoughts. Life is like a GPS – it will always bring you where you want to be.
Unfortunately we are always getting trapped here. Or they give us boundaries and limits. All we hear is “you have to, you should, you can’t do this, and you’re not allowed to.” But who says that?! Who in the world has the right to tell you this?! Who sets the limits? Who says you can go until here but not further?
So if you have a dream or a wish – just do it, go for it and get it.
Experiences is what matters.
What are you most thankful for in life?
I am thankful for the life I live. Thankful for being able to live the life I want to live. Thankful for my health. I am just so thankful for so many things. And I always take the time to express my gratitude.
Of course there are also things in my life of which I could complain about. But I don’t want to. Some things didn’t work out in my life. But there are so many things that did work out. And I prefer to think about those.
Do you have dreams?
That’s an easy one – I would love to get a backpack and travel the world.
What does freedom mean to you?
Freedom means that I can do what I want. That I can look into the mirror and think that I am the person I want to be.
Also living in the moment is a feeling of freedom to me. If I had to choose whether to invest some money for later in life or to go travel with it now, I would definitely pick the traveling. Because, who knows what’s going to be later?!
Are you happy?
YES. Very happy. I have found my way and especially the way to my spirit. Ever since my body and spirit are in balance.
What was the happiest moment in your life?
Hard to answer that at this point in my life. A very, very positive moment was when my niece was born last year. Holding her in my arms was an indescribable feeling.
What was the most heartbreaking moment?
You usually think of death or loss when you hear the word heartbreaking, and luckily, I didn’t experience either of it yet. So I am very blessed.
I’m sure there will come such moment though, and when it comes, I will meditate so that I will feel comfortable and at peace again.
If you could choose – where would you live?
Definitely in Japan. I am a huge Asia-Fan and a trip there is already planned for next year. I have no idea what to expect, but I can still imagine myself living there. I just have a feeling ….
Sunday, August 14, 2016
Meet Amber
Meet Amber -
A free spirit and
wanderer.
What do you do for a living?
My degree is in
Business and Marketing. I worked in the telecom industry for four years before
calling it quits. Even then, it was all about the traveling, people and food
for me! Never ever about the work! :)
I started organic
vegetable farming in 2013 and never looked back. This season I am working on a
goat farm learning how to make goat cheese and taking care of the animals on
the farm. I was raised in the country and that is where my heart will always
be.
My father is a
logger, so the love of hard work and the love of the forest are in my blood. We
were pretty poor so being resourceful and making-do comes very natural to me. I
spent my childhood life at my Grandma's down the road, outdoors at the creek,
picking raspberries at the edge of our yard, driving the country roads looking
for crab apples, in the water, picking flowers in the fields, chopping and
stacking firewood; we also had goats, bunnies, ducks and cats and dogs growing
up. A very simple life, but satisfying, even years later....and for that I am
grateful.
Describe your childhood self.
Sad and suffocated.
We found comfort at my Grandma's.
Is there a smell that reminds you most of
your childhood?
Wild mint or apple
blossoms. My Mom's cinnamon rolls.
Your favorite quote or words you live by.
"Your soul knows
the way."
"Empty your cup
so that it may be filled." Bruce Lee
"Your
handwriting. The way you walk. Which china pattern you choose. It's all giving
you away. Everything you do shows your hand. Everything is a self portrait.
Everything is a diary." Chuck Palahniuk, Diary
"Energy doesn't
lie."
The best advice you ever got?
Trust your instincts.
Your body knows things your mind can't explain.
What color represents your life?
I've always loved
White! I don't know that it represents my life, but I feel alive in white, open
spaces, and when I wear white!
Do you dream? If so, what’s the dream you
most remember dreaming?
Yes. My most
memorable dream was looking out over a city full of twinkly lights at night
time. Then, the brightest, white light and a pressure so intense and so heavy
over my entire body; a force lifting me up to take me somewhere. I didn't want
to know where it was taking me so I made myself wake up.
What is/means freedom to you?
Comfortable in your
own skin. Not listening to a society that believes constant forward motion,
success and all of its trappings make a person worthwhile.
What are your future dreams?
I dream of working
with orphans in a humanitarian way, working in a cafe in a little coastal town
of Italy, writing a cookbook, I dream of a love where our life together shows
and gives compassion in a way that transcends anything we could do apart.
The happiest moment of your life?
The moment each of my
nieces were born.
After college
graduation, my twin sister, Sara, and I went on a road trip to Montana, camping
and hiking along the way. We had a tent and we had my Jeep as a back-up plan.
On our drive back to Michigan we bore the 100+ temperatures with no air
conditioning! Somewhere in the middle of nowhere Out West on a dusty road we
found an old Motel straight out of the 60's. We jumped out of the Jeep, (we
were already driving in our shorts and sports bras) climbed the white metal
floral fence and dove into the pool. We swam to the other end and climbed back
out! It was so exhilarating!
After a day of
swimming, hiking and snorkeling in Hawaii, my girlfriend and I rode in the back
seat of our rental car sun kissed, rested and peaceful. Falling asleep to the
wind in the trees and curves of the road.
What was the most heartbreaking experience
of your life?
Watching my Mom
become a shell of herself. Throughout my life, I've only seen sparks of the
woman she really is and it weighs heavily on my mind.
How do you manage to stay positive and
strong during dark times?
Girlfriends! And pure
stubbornness! I've always surrounded myself with older men and women; they're
always there to listen and offer perspective.
Where would you like to live, if you could
choose?
Country life by the
sea.
// Find Amber’s beautiful blog & shop
here:
Meet Amber –
Freigeist und Wanderer.
Am glücklichsten in der Küche oder im Freien. Dinge kreieren und
sammeln – ihre große Leidenschaft.
Was machst
du beruflich?
Ich habe einen Abschluss in Business und Marketing. Für vier Jahre
habe ich in der Telekommunikationsindustrie gearbeitet, bevor ich den Mut hatte
alles hinzuwerfen und mein Leben so zu leben, wie ich es will und es mir gut
tut.
Schon damals, in den vier Jahren, ging es mir nur um das Reisen,
die Menschen und um das Essen. Niemals um die Arbeit! J
2013 habe ich dann angefangen auf einer Bio Gemüse Farm zu
arbeiten und seither nicht mehr zurückgeblickt. Zurzeit arbeite ich auf einer
Ziegenfarm, wo ich lerne, Ziegenkäse herzustellen und mich um die Tiere auf der
Farm zu kümmern. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und das ist der Ort, an dem
mein Herz immer sein wird.
Mein Vater ist Holzfäller, somit ist die Liebe für harte Arbeit
und die Liebe für den Wald quasi in meinem Blut.
Wir waren ziemlich arm - da hilft es sehr, einfallsreich zu sein
und so viele Dinge wie möglich selbst herzustellen. Das ist bis heute in mir
und für mich das Natürlichste der Welt. Meine Kindheit habe ich bei meiner Großmutter,
die Straße runter, verbracht - im Freien, am Bach, Himbeeren sammelnd, die
Landstraßen hoch und runter fahrend auf der Suche nach Holzäpfeln, im Wasser,
Blumen pflückend auf dem Feld, Feuerholz hackend und aufstocken; auch hatten
wir Ziegen, Hasen, Enten, Katzen und Hunde. Ein sehr einfaches, aber
zufriedenstellendes Leben, auch Jahre später….und dafür bin ich sehr dankbar.
Beschreibe
dich als Kind.
Traurig und erstickt.
Wir haben Trost bei Großmutter gefunden.
Gibt es
einen Geruch, der dich am meisten an deine Kindheit erinnert?
Wilde Minze oder Apfelblüten. Die Zimtschnecken meiner Mutter.
Dein
Lieblingszitat oder Worte, nach denen du lebst.
„Deine Seele kennt den Weg.“
„Leere deinen Becher, sodass er
gefüllt werden kann“ – Bruce Lee
"Your handwriting.
The way you walk. Which china pattern you choose. It's all giving you away.
Everything you do shows your hand. Everything is a self-portrait. Everything is
a diary." Chuck Palahniuk, Diary
“Energie lügt nicht”
Der beste Rat, den du je erhalten hast?
Vertraue deinen Instinkten. Dein Körper weiß Dinge, die dein
Verstand nicht erklären kann.
Welche Farbe
repräsentiert dein Leben?
Ich habe schon immer ‚Weiß‘ geliebt! Ich weiß nicht, ob das mein
Leben repräsentiert, aber ich fühle mich lebendig in weißen, offenen Räumen und
wenn ich Weiß trage!
Wann bist du
am meisten du selbst?
Lockiges Haar, im Wasser, beim Abendessen mit Freunden und Familie
um den Tisch.
Siehst du
Träume? Wenn ja – an welchen Traum kannst du dich am besten erinnern?
Ja. Mein einprägsamster Traum war der, indem ich bei Nacht auf
eine Stadt voll blinkender Lichter gesehen habe. Dann, das hellste, weiße Licht
und ein Druck, so intensiv und schwer über meinem ganzen Körper; eine Kraft,
die mich aufhob und wegbringen wollte. Ich wollte nicht wissen wohin es mich
bringen würde, also habe ich mich dazu gebracht aufzuwachen.
Was
ist/bedeutet Freiheit für dich?
Sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen. Nicht auf eine
Gesellschaft zu hören, die meint, ständige Vorwärtsbewegung, Erfolg und das
ganze Drumherum machen einen Menschen wertvoll.
Erzähl uns
von deinen Zukunftsträumen.
Ich träume davon, mit Waisenkindern zu arbeiten; in einem kleinen
Café in einer kleinen Küstenstadt Italiens zu arbeiten; ein Kochbuch zu schreiben;
ich träume von einer Liebe, mit der unser gemeinsames Leben Mitgefühl und
Barmherzigkeit auf eine Art zeigt und gibt, das alles überschreitet das wir
getrennt tun könnten.
Der
glücklichste Moment deines Lebens?
Als meine Nichten geboren wurden.
Nach unserem College Abschluss machten meine Zwillingsschwester
Sara und ich, mit Halt zum Campen und Wandern, einen Road Trip nach Montana.
Wir hatten ein Zelt und meinen Jeep als Plan B. Auf der Fahrt zurück nach
Michigan mussten wir eine Hitze aushalten, die über 50 Grad Celsius betrug. Und
das ohne Klimaanlage! Mitten im Nirgendwo im Westen, an einer staubigen Straße,
stand da dieses Motel im Stil der 60er. Wir sprangen aus dem Jeep, sind das
weiße Metalltor hinaufgeklettert und direkt in den Pool getaucht. Es war
berauschend!
Nach einem Tag gefüllt mit Schwimmen, Wandern und Schnorcheln auf
Hawaii, fuhren meine Freundin und ich sonnengeküsst, erholt und friedvoll auf
dem Rücksitz unseres geliehenen Wagens. Einschlafend zum Rauschen des Windes in
den Bäumen und den Kurven der Straßen.
Was war der herzzerreißendste
Moment deines Lebens?
Dabei zuzusehen wie meine Mutter eine Hülle ihrer selbst wurde. Im
Verlauf meines Lebens habe ich nur Funken von der Frau gesehen, die sie
wirklich ist und das liegt schwer auf meiner Seele.
Was hilft
dir in schweren/dunklen Zeiten positiv zu bleiben?
Freundinnen! Und pure Dickköpfigkeit! Ich war schon immer viel von
älteren Männern und Frauen umgeben; sie sind immer da zum Zuhören und bieten
Perspektiven und einen Durchblick.
Wo würdest
du gerne leben, wenn du es aussuchen könntest?
Landleben am Meer.
// Ambers
Blog & Shop findet ihr hier:
Sunday, July 31, 2016
Meet Reno
Ciao Reno – The crazy Italian Guy
Reno und ich lernten uns über eine gemeinsame Freundin kennen, die regelmäßig Bekannte einlud, um sie zu bekochen. Der verrückte Italiener und ich verstanden uns vom ersten Moment an. Jedes Mal wenn ich ihn sah, hatte er ein freches Grinsen im Gesicht und in den Augen ein Funkeln, als ob das ganz Leben nur ein Spaß wäre.
Wir sahen uns immer öfter und mit der Zeit begann er, von sich zu erzählen. Er lebte zu diesem Zeitpunkt schon einige Jahre in München und arbeitete als Motorrad-Mechaniker. Ab und zu zeigte er mir Videos, in denen er teure Autos fuhr oder mit getunten Rollern auf dem Hinterrad durch die Straßen Münchens raste – und jedes Mal funkelten seine Augen wieder. Obwohl er über 1000 Kilometer entfernt von seiner Familie und seinen Freunden lebte, schien er das Leben in vollen Zügen zu genießen. Er strahlte eine Lebensfreude aus, der sich niemand entziehen konnte und die jeden anzustecken schien, der mit ihm im selben Raum war.
Inzwischen lebt Reno leider nicht mehr in München, doch ich muss immer wieder an ihn denken. Was steckt hinter einem so lebensfrohen Menschen? Was bedeutet für jemanden Heimat, der ohne seine Familie lebt? Worin findet er sein Glück? Fragen, die nur einer beantworten kann: Reno.
Ciao Reno, wie würdest du dich selbst beschreiben?
Ich finde es viel spannender, was andere von mir denken. Sich selbst zu beschreiben ist für mich so sinnlos wie ein Espresso ohne Kaffee. *lacht*
Wo bist du aufgewachsen?
Ich bin in Vibo Valentia aufgewachsen, das liegt im italienischen Kalabrien. Es war schön dort aufzuwachsen – obwohl es in der Gegend viele Probleme gibt, hatte ich eine schöne Zeit als Jugendlicher.
Was empfindest du, wenn du an deine Kindheit zurück denkst?
Oh, das war eine unbeschreibliche Zeit voller Leichtigkeit und Verrücktheit, in der ich einfach alles ausprobieren wollte.
Gibt es einen bestimmten Geruch, den du mit damals verbindest?
Benzin! Immer wenn ich das rieche muss ich daran denken, wie ich beim Motorradfahren noch nicht mit den Füßen auf den Asphalt gekommen bin und mein Vater mir beim Losfahren helfen musste.
Und seit wann bist du in Deutschland?
Ich lebe jetzt schon seit knapp drei Jahren in Deutschland – inzwischen wohne ich in Neumarkt, einem kleinen Ort in der Oberpfalz. Davor war ich in München. Definitiv eine große und schöne Stadt, in der immer etwas los ist. Auf Dauer war mir das aber zu stressig.
Warum bist du damals aus Italien weggezogen?
Gute Frage. *lacht*Ich war mit zwei Freundinnen in einer Bar, die beide halb Italienerin und halb Österreicherin sind und sich deshalb miteinander auf Deutsch unterhielten. Ich hatte sie vorher noch nie Deutsch sprechen gehört und konnte kein Wort verstehen. Das hat mich motiviert sofort damit anzufangen die Sprache zu lernen und nach ein paar Monaten bin ich dann nach Deutschland umgezogen.
Bereust du es?
Nein, gar nicht, ich finde es schön hier. Natürlich vermisse ich meine Familie, meine Freunde, die heiße Luft und das Meer. Aber dafür findet sich schon eine Lösung.
Was bedeutet „zu Hause“ für dich? Und was würdest du sagen, wo dein zu Hause ist?
Mh, zu Hause ist eigentlich dort, wo du Freunde einladen und sagen kannst „Hey, ich bin zu Hause. Wenn du willst komm vorbei und wir trinken was.“ *lacht*Aber naja, ein richtiges Zuhause habe ich nicht, weil ich schon seit 8 Jahren immer unterwegs bin.
Welche Rolle spielen Motorräder und Roller in deinem Leben?
Die sind nicht nur eine Rolle, die sind mein Leben! Alles, was „Braaaap“ macht und schnell fährt, ist mein Leben. Und eigentlich würde ich auch noch gerne Gokarts hinzufügen. Die haben zwar vier Räder, aber sie sind auch der Wahnsinn und ich mag sie sehr.
Motorräder, italienische Pasta oder Frauen – wenn du auf eines immer verzichten müsstest, was wäre es?
Ou ou ou oooouuu. *lacht laut* Ok, auf Pasta kannst du schon verzichten. *überlegt* Naja, wenn du richtig gut Motorrad fahren kannst, findest du bestimmt auch eine Frau – so wie Valentino Rossi. *lacht*Und wenn du die richtige Frau gefunden hast, brauchst du wohl auch keine Motorräder mehr, denn dann wäre sie aufregend genug.
Gibt es eine Person, die dein Leben sehr beeinflusst hat?
Ja, da gibt es mehr als nur einen Menschen. Meine ganze Familie und meine besten Freunde haben einen großen Einfluss auf mein Leben. Nur mein Hobby konnten sie mir nicht ausreden – versucht haben sie es aber. *lächelt*
Bist du gerade glücklich in deinem Leben?
Ja schon.
Was bedeutet für dich denn Glück?
Das Wort ist schwierig zu erklären. Aber wenn du gesund bist, eine tolle Familie hast, in der auch alle gesund sind, wenn du in deiner Freizeit Dinge tun kannst, die dir Spaß machen und du eine Arbeit hast, die dir Spaß macht, dann hast du auf jeden Fall Glück.
Gibt es etwas, dass dir in deinem Leben fehlt?
Momentan fehlt mir die Zeit, um auf dem Motorrad richtig zu trainieren. Das wäre schon schön… Coming soon! *lacht*
Hättest du einen Sohn, welchen Rat würdest du ihm geben?
Mein Lieber, du bist schon alt genug. Steig auf ein Motorrad und mache einen Wheelie!
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